Coronasommerzeit(So.29.3.’20)

Schon die Sommerzeit alleine, also ohne Corona, ist für viele Meschen eine Zumutung. Früher Aufstehen und länger Wachbleiben, das halten nicht einmal die besten Alkoholiker ohne Leberschaden aus.

Aber jetzt, in Coronazeiten, wo uns die Regierungen wegen eines Virus zur Einzel- oder schlimmer zur Mehrlingshaft (boaeh) zwingen, ist sie unerträglich. Zu Zeiten wo wir ohnehin noch schlafen, ist es finster, dabei wäre das Licht da gar nicht schädlich. Aber dann, wenn der Tag in Haft gar nicht vergehen will und uns Blütenpracht und Griller förmlich nach draussen zwingen, bleibt es hell bis nach Zeit im Bild.

UERTRÄGLICH

Horden von Männernasen pressen sich an frisch geputzte Fensterscheiben, sie können ihrem natürlichen Grilltrieb nicht nachgeben, nicht die Beute auf den feurigen Rost legen, ganz im Gegenteil. Ohne das zugehörige Grillbier sind sie zu hausfraulichen Tätigkeiten wie Lesen, Handarbeiten und Fernsehen verdammt. Dass man da ein- oder auch zweimal zuschlagen muss, einfach, um einmal wieder ganz Mann sein zu dürfen, das ist doch mehr als selbstverständlich.

Schon alleine deswegen, hätte man die Sommerzeit 2020 in Quarantäne schicken müssen.

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