Coronapapier

Ja bislang wollte das keiner sehen, aber wir sind offenbar ein Volk von Scheissern. Kaum wurde der Masse klar, dass eine Krise droht, war das Klopapier ausverkauft und tagelang wurde in den Geschäften um die Nachlieferungen gekämpft.

Wachteleier, Kaviar und Champagner treten zurück hinter banales Klopapier.

18 kg Hygienepapier verbraucht hierzulande jeder im Durchschnitt und da sind auch jene dabei, die auf Grund ihres Alters sowieso Windeln verwenden (Junge und Alte). 18 Kilo pro Nase das bedeutet etwa eine halbe Rolle jeden Tag. Was machen die damit? Man hört es gibt Falter und Bauscher. Die Falter nehmen 3-5 Blatt, falten sie und tun was sie tun müssen, die Bauscher ziehen einmal ordentlich an der Rolle, fertigen kunstvoll einen Riesenbausch und tupfen. Aber das nicht nur einmal, sondern bis zu sieben Mal je Klogang. Da kommt man dann schon auf eine Rolle pro Tag (und eine Toilettenverstopfung).

Für diese zweifelhafte Hygiene werden ganz schön viele Wälder abgeholzt wie dieser kurze Beitrag zeigt. (Video).

Und zweifelhaft, dazu könnte man sich auch einmal einen Gedanken machen. Wenn man irgendwo Dreck wegputzen will, klebrigen, feuchten Dreck, nehmen wir an: normalen Gatsch eines unbefestigten Weges von dem zerfurchten Schuhen putzen, so, dass es richtig sauber wird. Würde da irgendjemand Papier dafür nehmen? Wir würden doch alle zu einem nassen Tuch oder einem Eimer Wasser greifen.

Aber in unserer feinen Gesellschaft, wo über so ein Thema noch nicht gesprochen wird, ja nicht einmal gesprochen werden darf, da wird mit Papier verschmiert, getupft, gerieben um eine zweifelhafte Sauberkeit zu erlangen. Über den Rest … Schweigen.

Mittlerweile behilft man sich mit vorgefeuchtetem Toilettenpapier, das Umwelt, Kläranlagen und Analhaut noch mehr belastet. Dabei machen es uns viele Kulturen vor… Wasser heisst das Reinigungsmittel das für Haut und Mensch ideal geeignet ist. Man kann viel darüber lesen, wenn man will.

Kaum jemand würde versuchen, sich nach dem Sport statt einer Dusche, sich mit einer Küchenrolle abzutupfen oder abzureiben.

Die Lösung: Analdusche. Es gibt sie in der kleinen, mobilen Variante schon ab € 10,- und reicht über eine fest installierte Podusche neben der Toilette (ab € 50,-) bis hin zu Luxustoiletten mit integrierter Dusche und Föhn (ab € 1.000,-).

Andere, von uns oft belächelte Kulturen, waschen schon immer, während wir noch wie Steinzeitmenschen versuchen uns mit Wäldern den Anus zu reinigen.

Also lernen wir aus der Coronaklopapierknappheit: wir sind ganz schöne Schweine mit unserer Papierauswischerei.

Ändert das!

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